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Blisterpackung

Unterschiedliche Pillen
für unterschiedliche Frauen...

Finden Sie heraus, wie sich die Pillen unterscheiden.

Pillentypen

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Die klassische Verhütungs­pille setzt sich aus dem Hormon Östro­gen (Ethinyl­estradiol) und einem Hormon aus der Gruppe der sogen. Gesta­gene zusammen. Die Gestagen­komponente unterdrückt vor allem die Eizell­reifung und den Ei­sprung, während die Östrogen­komponente für einen stabilen Monats­zyklus sorgt.

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Klassische Verhütungs­pillen, die eine Kombi­nation der her­kömmlichen Hormone
Östrogen und Gestagen enthalten.

Details

Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

In diesen vergleichs­weise neuen kombinierten Verhütungs­pillen mit einem körper­nahen Östrogen wird das in der klassischen Anti­baby­pille enthaltene Östrogen Ethinyl­estradiol durch Estradiol ersetzt, das dem in den Eier­stöcken der Frau gebildeten Hormon gleicht.

Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Pillen, die eine Kombi­nation aus einem Gestagen und einem Östrogen, das dem körper­eigenen ähnlich ist, ent­halten.

Details

Östrogenfreie Pillen

Es gibt zwei unter­schiedliche Typen. Die so­genannten 'Mini­pillen' enthalten ein niedrig dosiertes Gestagen und die empfängnis­ver­hütende Wirkung basiert hauptsächlich auf einer Erhöhung der Undurch­lässigkeit des Gebär­mutter­hals­schleims. Ovulations­hemmende östrogen­freie Pillen be­wirken zudem eine Hemmung des Ei­sprungs. Beide östrogen­freie Pillen­typen werden ohne Pause eingenommen und die monatliche Blutung kann voll­ständig ausbleiben.

Östrogenfreie Pillen

Pillen, die nur das Hormon Gestagen ent­halten. Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogenen ver­zichten sollten.

Details

Verhüten kann jede, klar.
Mehr zu den „inneren Werten“ der einzelnen Pillengruppen gibt es in der Pillen-Matrix mit Gedächtnisfunktion.

welche-kann-was Welche kann was?

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Östrogenfreie Pillen

Zuverlässigkeit

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Zuverlässige Methode.
Einnahmefenster je nach Präparat Individuelle Einnahmefenster der entsprechenden Präparate sind den jeweiligen Gebrauchsinformationen zu entnehmen oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. von 12 bis zu 24 Stunden.

PEARL-Index Der Pearl-Index ist ein Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Berechnungsbeispiel: Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3. : 0,1 - 0,9

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Zuverlässige Methode.
Einnahmefenster je nach Präparat Individuelle Einnahmefenster der entsprechenden Präparate sind den jeweiligen Gebrauchsinformationen zu entnehmen oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. von 12 bis zu 24 Stunden.

PEARL-Index Der Pearl-Index ist ein Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Berechnungsbeispiel: Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3. : 0,4 - 0,8

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Östrogenfreie Pillen

Östrogenfreie eisprunghemmende Pillen: Zuverlässige Methode.

Östrogenfreie 'Minipille': Die Sicher­heit der 'Minipille' ist etwas geringer als bei kombinierten oralen Kontra­zeptiva. Bei korrekter Ein­nahme ist jedoch das Risiko einer Schwanger­schaft vergleichsweise sehr gering.

Einnahmefenster je nach Präparat Individuelle Einnahmefenster der entsprechenden Präparate sind den jeweiligen Gebrauchsinformationen zu entnehmen oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. von 3 bis zu 12 Stunden.

PEARL‐Index Der Pearl‐Index ist ein Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl‐Index, desto sicherer die Verhütungsmethode. Berechnungsbeispiel: Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl‐Index 3. :
Östrogenfreie eisprunghemmende Pillen: 0,4
Östrogenfreie 'Minipille': 4

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Wirkstoffe

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Enthalten eine Kombination mit dem herkömmlichen Östrogen Ethinylestradiol (abgekürzt 'EE') und einem Gestagen.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Enthalten ein körpernahes Östrogen Körpernahe Hormone sind in Struktur und Beschaffenheit den natürlichen Hormonen im weiblichen Körper so ähnlich wie möglich. wie beispielsweise 17ß-Estradiol, das mit dem körpereigenen Östro­gen identisch ist und eine Gestagen­komponente, die zum Beispiel vom körpereigenen Progesteron (Nomegestrolacetat) oder vom Testosteron (Dienogest) abgeleitet ist.

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Östrogenfreie Pillen

Enthalten ausschließlich ein niedrig dosiertes Gestagen und keine Östrogenkomponente.

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Dauer und Intensität der Blutung

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Die Blutungsdauer ist von Frau zu Frau unterschiedlich und beträgt im Normalfall 2 - 6 Tage.

Sie kann allerdings durch die Einnahme dieser kombinierten Verhütungspillen bei manchen Frauen ganz entfallen oder leichter und weniger schmerzhaft verlaufen als zum Beispiel ohne hormonelle Verhütung.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Es ist eine kurze monatliche Blutung von 3 ‐ 4 Tagen möglich, diese kann aber bei manchen Frauen ganz entfallen.

Die monatliche Blutung kann durch die Einnahme von Pillen mit körper­nahen Hormonen Körpernahe Hormone sind in Struktur und Beschaffenheit den natürlichen Hormonen im weiblichen Körper so ähnlich wie möglich. (17ß-Estradiol in Kombination mit einem Gestagen) leichter und weniger schmerzhaft verlaufen als bei Pillen mit einer herkömm­lichen Hormon­kombination.

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Östrogenfreie Pillen

Besonders zu Beginn der Einnahme sind unregelmäßige Blutungen möglich. Anschließend kann die monatliche Blutung vollständig ausbleiben, Zwischenblutungen sind allerdings häufig möglich.

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Zyklusstabilität

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Regelmäßiger Zyklus.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Hohe Zyklusstabilität.

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Östrogenfreie Pillen

Besonders in den ersten Monaten der Einnahme treten häufig un­regel­mäßige Blutungen auf. Die monat­liche Blutung kann voll­ständig aus­bleiben, es sind aber auch Zwischen­­blutungen von unter­schiedlicher Dauer möglich.

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Einnahmeschema

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Eine Tablette täglich.

  • 21 Tage im Monat mit wirkstoff­haltigen Pillen, dann 7 wirkstoff­freie Pillen (Placebos) oder 7 Tage Einnahme-Pause.
  • 24 Tage im Monat mit wirkstoff­haltigen Pillen, dann 4 Tage mit wirkstofffreien Pillen (Placebos).
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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Eine Tablette täglich.

  • 24 Tage im Monat mit wirkstoff­haltigen Pillen, dann 4 Tage mit wirkstofffreien Pillen (Placebos).
  • 26 Tage im Monat mit wirkstoff­haltigen Pillen, dann 2 Tage mit wirkstofffreien Pillen (Placebos).
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Östrogenfreie Pillen

Eine Tablette täglich.

  • 28 Tage im Monat wirkstoff­haltige Pillen, keine Pause.
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Nebenwirkungen

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Zu den häufigsten Neben­wirkungen zählen unter anderem depressive Ver­stimmung, Kopf­schmerzen, Übel­keit und Gewichts­zunahme. Bei allen hormonellen Verhütungs­methoden, bei denen zwei Hormone ‐ ein Östrogen und ein Gestagen ‐ kombiniert werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blut­gerinnsels (Thrombose) im Vergleich zur Nicht­anwendung erhöht.¹

¹ Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die jeweilige Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen unter anderem Akne, Zwischen­blutungen, depressive Ver­stimmung, Kopf­schmer­zen, Übel­keit und Gewichts­zu­nahme. Bei allen hormo­nellen Verhütungs­methoden, bei denen zwei Hormone ‐ ein Östrogen und ein Gestagen ‐ kombi­niert werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) im Vergleich zur Nichtanwendung erhöht.¹

¹ Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die jeweilige Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Östrogenfreie Pillen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen unter anderem Akne, un­regel­mäßige Blutungen, Kopf­schmerzen, Übel­keit und Gewichts­zunahme. Das Thrombose‐Risiko ist bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die die Pille nicht einnehmen. Es wird ange­nommen, dass das Risiko unter der Einnahme von reinen Gestagen‐Pillen niedriger ist als unter der Einnahme von Pillen, die auch ein Östrogen enthalten (Kombi­na­tions­pillen).¹

¹ Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die jeweilige Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Verhütung in der Prämenopause

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Eine zuverlässige Verhütung spielt auch in der Prämenopause eine wichtige Rolle. Klassische Kombi­na­tions­pillen können dafür geeignet sein Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu und wird durch hormonelle Verhütungsmittel zusätzlich erhöht. Wenn keine Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen und Thrombosen vorhanden sind, können niedrig dosierte, kombinierte Pillen üblicherweise bis zu den Wechseljahren weiter eingenommen werden. Blutdruck, Blutfette und andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen sollten dabei jedoch überwacht werden..

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Eine zuverlässige Verhütung spielt auch in der Prämenopause eine wichtige Rolle. Eine Alternative zur klassischen Antibabypille können Kombinationspillen mit körper­nahen Hormonen Körpernahe Hormone sind in Struktur und Beschaffenheit den natürlichen Hormonen im weiblichen Körper so ähnlich wie möglich. sein Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu und wird durch hormonelle Verhütungsmittel zusätzlich erhöht. Wenn keine Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen und Thrombosen vorhanden sind, können niedrig dosierte, kombinierte Pillen üblicherweise bis zu den Wechseljahren weiter eingenommen werden. Blutdruck, Blutfette und andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen sollten dabei jedoch überwacht werden..

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Östrogenfreie Pillen

Eine zuverlässige Verhütung spielt auch in der Prämenopause eine wichtige Rolle. Östrogenfreie Pillen können dafür geeignet sein Das Risiko für Herz‐Kreislauf‐Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu und wird durch hormonelle Verhütungsmittel zusätzlich erhöht..

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Stillzeit

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Nicht für stillende Mütter.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Nicht für stillende Mütter.

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Östrogenfreie Pillen

Kann in der Stillzeit eingenommen werden.

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Weitere mögliche Vorteile

Kombinationspillen mit einem herkömmlichen Östrogen und Gestagen

Die in der klassischen Kom­bi­nations­­pille enthaltenen Ges­ta­­gene ermöglichen eine niedrige Ös­tro­gen­­dosis. Zudem können verschiedene Symp­­tome, die mit einem un­aus­geglichenen Hormon­­spiegel in Verbindung stehen, durch die Einnahme be­ein­flusst werden.

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Kombinationspillen mit körpernahen Hormonen

Körpernahe Hormon­­konzen­tra­tionen mit 17ß-Estradiol sind in Struk­tur und Be­­schaf­fen­­heit den natürlichen Hormonen im weiblichen Körper so ähnlich wie möglich.

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Östrogenfreie Pillen

Für Frauen, die auf die Gabe von Ös­tro­gen verzichten sollen, wie beispiels­weise Raucherinnen oder stark über­gewichtige Frauen.¹

¹ Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die jeweilige Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Lieber keine Pille?
Weitere Verhütungsmethoden in der Übersicht.

verhueten-mit-hormonenVerhüten mit Hormonen

Wie wirken Pillen mit  Verhütungshormonen?

Die Hormone in der Pille hemmen unter anderem die Eizellreifung und den Ei­sprung. Außerdem werden die Sper­mien am Eindringen in die Gebär­mutter gehindert.

Der weibliche Monats­zyklus und die Frucht­barkeit der Frau werden im Körper durch ein komplexes Zusammen­spiel von Hormonen gesteuert. Die Sexual­hormone Progesteron (ein Hormon aus der Gruppe der sogen. Gesta­gene) und Östrogen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass in den Eierstöcken eine Eizelle heranreift und der Eisprung ausgelöst wird.

Während einer Schwanger­schaft produziert der Körper u.a. vermehrt Progesteron und Östrogen. Dadurch werden das Heran­reifen weiterer Ei­bläschen (Follikel) und der Ei­sprung unter­bunden. Genau diesen Prozess macht man sich bei der kombi­nierten hormonellen Empfängnis­verhütung zunutze. Durch die Ein­nahme von Hormonen auf Gestagen‐ und Östrogen‐­Basis wird der Ei­sprung verhindert und gleich­zeitig der Schleim im Gebär­mutter­hals verdickt, sodass er für Spermien un­durch­lässig wird.

Verhütungs­hormone können oral als Pille, vaginal in Form eines Verhütungs­rings, als Spirale, als Verhütungs­stäbchen, als 3‐­Monats‐­Spritze oder als Pflaster angewendet werden.

Uterus Grafik

Welche Hormone sind in einer Pille enthalten?

Prinzipiell gibt es drei verschiedene Pillen­typen: Kombi­nations­pillen mit her­kömmlichen Hormonen, Kombi­nations­pillen mit körper­nahen* Hormonen und die östrogen­freien Pillen.

Die klassische Kombi­nations­pille ist ein wirk­sames, gut unter­suchtes Therapie­prinzip, das über­wiegend das synthetische (d. h. künstlich hergestellte) Östrogen Ethinyl­estradiol (EE) sowie ein synthetisches Gestagen (wie z. B. Levonor­gestrel, Deso­gestrel oder Dro­spirenon) enthält. Primär verantwortlich für die Empfängnis­verhütung ist die Gestagen­komponente. Eine Kontrolle des Monats­zyklus ist mit einem Gestagen allein jedoch nicht möglich, sondern wird in erster Linie durch den Östrogen­anteil in der Kombi­nations­pille gewährleistet. Die Kombi­nation mit Östrogen dient daher der Zyklus­stabilisierung.

Heute gibt es als Alternative eine Verhütung mit sogen. körper­nahen* Hormonen. Hier wird ein Östrogen, das mit dem Östrogen im weiblichen Körper identisch ist bzw. diesem ähnelt (17ß‐­Estradiol oder Estradiol­valerat), mit einem Gestagen (wie beispiels­weise das vom körper­eigenen Progesteron abgeleitete Nome­gestrol) kombiniert. Die Pille mit körper­naher Hormon­kombination wirkt einer klassischen Kombinations­pille vergleichbar zuverlässig und Frauen in klinischen Studien hatten oft kurze und leichte Regel­blutungen bei allgemein guter Verträglichkeit.

Östrogen­freie Pillen verhüten aus­schließlich mit Hilfe eines Gestagens (Levonor­gestrel oder Deso­gestrel) in niedrigen Konzentrationen. Durch die regel­mäßige Zufuhr des Gestagens, das täglich möglichst zur gleichen Zeit ohne Pillen­pause ein­genommen wird, verdickt sich der Schleim im Gebär­mutter­hals und bleibt durch die konstante Hormon­menge den ganzen Zyklus über bestehen. Spermien können nicht hindurch und eine Be­fruchtung der Eizelle wird somit verhindert. Manche östrogen­freie Pillen bewirken zusätzlich auch noch eine Hemmung des Ei­sprungs.

* Körper­nahe Hormone sind in Struktur und Be­schaffen­heit den natürlichen Hormonen im Körper so ähnlich wie möglich.

Wozu dient das Östrogen?

Die Östrogen­kom­ponente ver­stärkt die empfängnis­ver­hütende Wirkung des Gestagens, dient aber vor allem der Zyklus­stabilisierung.

In den Kombi­nations­pillen wird immer ein Östrogen mit einem Gestagen kombiniert. Dabei werden zwei Arten des Östrogens unterschieden:

  • Ethinyl­estradiol ist ein synthetisches (künstlich hergestelltes) Östrogen, das bereits seit den 1960er Jahren für die Anti‐­Baby‐­Pille in Kombi­nation mit einer Vielzahl verschiedener Gestagene verwendet wird.
  • 17ß‐Estradiol und Estradiol­valerat sind dem natürlichen Östrogen identische bzw. ähnliche Wirkstoffe, die erst seit einigen Jahren ebenfalls in hormonellen Verhütungs­mitteln verwendet werden können.

Warum Gestagen?

Das in den Kombinations­pillen und in den östrogen­freien Pillen ent­haltene Gestagen ist haupt­­säch­lich für die empfängnis­verhütende Wirkung verant­wortlich.

In Kombi­nation mit Östrogen hemmen Gestagene den Ei­sprung und machen den Schleim­pfropf am Gebär­mutter­hals für Spermien un­durch­dringbar. Darüber hinaus wird der Aufbau der Gebär­mutter­schleim­haut so verändert, dass sich eine befruchtete Ei­zelle nicht ein­nisten kann.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Hormon­elle Verhütungs­mittel sind – wie alle Arznei­mittel – nicht frei von Neben­wirkungen. Kombi­nierte hormon­elle Verhütungs­mittel können eine leichte Zu­nahme des Risikos für ein Blut­gerinnsel in den Venen und Arterien be­wirken.

Bei einer Throm­bose kommt es zu einem Ver­schluss von Blut­gefäßen durch ein im Gefäß­system gebildetes Blut­gerinnsel (Thrombus). Das Blut­gerinnsel kann am Entstehungs­ort selbst einen Gefäß­verschluss ver­ursachen oder indem es fort­geschwemmt wird und andere Gefäß­abschnitte der Strom­bahn ver­schließt (Thrombo­embolie).

Im ersten Jahr der An­wendung von kombi­nierten Verhütungs­pillen oder bei Wieder­aufnahme nach einer Unter­brechung von 4 oder mehr Wochen ist das Risiko für eine Thrombo­embolie in den Venen oder Arterien am größten. Die Entstehung kann zu­sätzlich durch zahl­reiche Faktoren wie starkes Über­gewicht, zu­nehmendes Alter (älter als 35 Jahre), familiäre Vor­belastung, Bluthoch­druck, Diabetes mellitus oder Rauchen gefördert werden. Nach einem Blut­gerinnsel kommt es nicht immer zur voll­ständigen Genesung. Selten kann es zu schwer­wiegenden an­haltenden Beschwerden kommen oder sehr selten auch tödlich ver­laufen. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass das Gesamt­risiko für eine Thrombo­embolie aufgrund von kombi­nierten hormonalen Verhütungs­mitteln gering ist.

Je nach Ort des Gefäß­verschlusses kann es zu unter­schied­lichen Symptomen kommen:

Tiefe Beinvenenthrombose:

  • Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuß, vor allem, wenn gleich­zeitig Folgendes auftritt:
    o Schmerz oder Druck­schmerz im Bein, der möglicher­weise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird
    o Erwärmung des betroffenen Beins
    o Änderung der Haut­farbe des Beins, z. B. auf­kommende Blässe, Rot‐ oder Blau­färbung.

Lungenembolie:

  • plötzliche un­erklärliche Atem­losigkeit oder schnelle Atmung
  • plötzlicher Husten ohne offen­sichtliche Ursache, bei dem Blut aus­gehustet werden kann
  • stechender Brust­schmerz, der bei tiefem Ein­atmen zunimmt
  • starke Be­nommen­heit oder Schwindel­gefühl
  • schneller oder un­regel­mäßiger Herz­schlag
  • starke Magen­schmerzen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurz­atmigkeit mit einer leichteren Er­krankung wie z. B. einer Atem­wegs­infektion (z. B. einem „Schnupfen“) ver­wechselt werden könnten.

Thrombose einer Netz­hautvene (Blut­gerinnsel im Auge):
Symptome, die meistens in einem Auge auftreten:

  • sofortiger Verlust des Seh­vermögens oder
  • schmerz­loses ver­schwommenes Sehen, das zu einem Verlust des Seh­vermögens fort­schreiten kann

Herzinfarkt:

  • Brust­schmerz, Unwohl­sein, Druck, Schwere­gefühl
  • Enge‐ oder Völle­gefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brust­beins
  • Völle­gefühl, Ver­dauungs­störungen oder Erstickungs­gefühl
  • in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen aus­strahlende Beschwerden im Ober­körper
  • Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel­gefühl
  • extreme Schwäche, Angst oder Kurz­atmigkeit
  • schnelle oder un­regelmäßige Herz­schläge

Schlaganfall:

  • plötzliche Schwäche oder Gefühl­losigkeit in Gesicht, Arm oder Bein, die auf einer Körper­seite besonders aus­geprägt ist
  • plötzliche Verwirrtheit, Sprech‐ oder Verständnis­schwierig­keiten
  • plötzliche Seh­störungen in einem oder beiden Augen
  • plötzliche Geh­schwierigkeiten, Schwindel­gefühl, Gleich­gewichts­verlust oder Ko­ordinations­störungen
  • plötzliche schwere oder länger an­haltende Kopf­schmerzen un­bekannter Ur­sache
  • Ver­lust des Bewusst­seins oder Ohn­macht mit oder ohne Krampf­anfall

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlag­anfalls kurz­fristig sein und mit einer nahezu sofortigen und voll­ständigen Erholung ein­hergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Be­handlung begeben, da Sie erneut einen Schlag­anfall erleiden könnten.

Blut­gerinnsel, die andere Blut­gefäße verstopfen:

  • Schwellung und leicht bläuliche Ver­färbung einer Extremität
  • starke Magen­schmerzen (akutes Abdomen)

Wenn derartige Beschwerden fest­gestellt werden, muss umgehend ein Arzt gerufen oder ein Kranken­haus aufgesucht werden!

Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungs­beilage des entsprechenden Prä­parats und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.

Seit wann gibt es körpernahe Verhütungshormone?

Seit Jahr­zehnten wird ein künst­liches Östrogen in der hormonellen Ver­hütung ver­wendet, aber erst seit einigen Jahren gibt es Pillen mit einem körper­nahen* Östrogen.

Bereits seit den 1960er Jahren wird in der klassischen Anti‐­Baby‐­Pille das Östrogen Ethinyl­estradiol ein­gesetzt. Das liegt daran, dass bis vor wenigen Jahren eine ge­eignete Hormon­kombi­nation mit einem Östrogen, das mit dem natürlichen Östrogen identisch ist, nicht her­gestellt werden konnte.

Heute gibt es Pillen mit einer körper­nahen* Hormon­kombi­nation. Diese enthalten ein Östrogen, das in genau dieser Form im weiblichen Körper vor­kommt. Die Ver­wendung eines solchen Östrogens ist nur in Kombi­nation mit be­stimmten Gesta­genen möglich.

Diese Pillen wirken zu­verlässig und sorgen für meist kurze und leichte Regel­blutungen bei allgemein guter Verträg­lich­keit.

Derzeit gibt es zwei Wirkstoff­kombi­nationen in denen ein körper­nahes Östro­gen ver­wendet wird:

  • Estradiol­valerat in Kombi­nation mit Dienogest** in einem so­genannten vier‐­Phasen Ein­nahme­schema. Es bedeutet, dass die Dosierung der Hormone im Laufe des Zyklus unter­schiedlich ist. Eine ein­malig versäumte Tabletten­einnahme kann binnen 12 Stunden nach­geholt werden, ohne Ein­schränkung des Ver­hütungs­schutzes.
  • 17ß‐Estradiol in Kombi­nation mit Nome­gestrol­acetat***, auch als NOMAC bezeichnet, in einem Ein­nahme­schema mit gleichen Hormon­dosen über 24 Tage, gefolgt von vier hormon­freien Tabletten. Eine einmalig versäumte Tabletten­einnahme kann bis zu 24 Stunden nach dem üblichen Ein­nahme­zeitpunkt nach­geholt werden.

* Körper­nahe Hormone sind in Struktur und Be­schaffen­heit den natürlichen Hormonen im Körper so ähnlich wie möglich.

** Dieno­gest ist ein Gestagen, das vom Tes­tos­teron ab­geleitet ist, aber keine ver­männlichende Wirkung aufweist.

*** Nomegestrolacetat­/NOMAC ist ein Gesta­gen, das vom natürlich vor­kommenden Hormon Pro­gesteron ab­geleitet ist.

* Körpernahe Hormone sind in Struktur und Beschaffenheit den natürlichen Hormonen im weiblichen Körper so ähnlich wie möglich.

Bei weiteren Fragen können Sie sich an das MSD Infocenter unter der gebührenfreien Nummer 0800 673 673 673 wenden.
Unsere Servicezeiten sind Mo.-Do. 8-18 Uhr, Fr. 8-17 Uhr.
Oder Sie senden uns eine E‐Mail an infocenter@msd.de.

haeufige-fragenHäufig gestellte Fragen

Worin unter­scheiden sich die vielen verschiedenen Pillen eigentlich?

Gemeinsam ist den Pillen, dass sie vor ungewollten Schwanger­schaften schützen. Jedoch sind nicht alle Pillen gleich. So können Pillen ein einziges Hormon, ein so­genanntes Gestagen, oder aber eine Kombi­nation aus zwei Hormonen, einem Östrogen und einem Gestagen, enthalten. Verschiedene Hormone kommen dafür zum Einsatz. Der Arzt wählt anhand verschiedener Kriterien für jede Patientin eine geeignete Pille aus.

Aktuell verfügbare Pillen unter­scheiden sich auch im Hin­blick auf ihr Ein­nahme­schema. So sollten einige Pillen den kompletten Zyklus über ein­genommen werden, andere hingegen haben eine so­genannte „Pillenpause“.

Die in den Pillen enthaltenen Hormone können sich unterschiedlich auf die monatliche Blutung der Frau auswirken. So können während der Einnahme Zwischen­blutungen auftreten, Blutungen stärker werden oder die Monats­blutung komplett ausbleiben. Es gibt aber auch Präparate, die einen starken, menstruations­bedingten Blutverlust reduzieren können, sofern organische Ursachen, wie z. B. Wucherungen der Gebär­mutter­muskulatur, ausgeschlossen wurden.

Zudem stehen Pillen zur Verfügung, deren Hormon­zusammensetzung eine günstige Auswirkung auf zyklusabhängige Beschwerden wie z. B. Regel­schmerzen haben kann. Regel­schmerzen können somit in vielen Fällen weniger stark auftreten. Daher sollte im Arzt‐Gespräch auch das Thema Menstruations­beschwerden angesprochen werden.

Was kann ich tun, wenn ich die Pille vergessen habe?

Grund­sätzlich ist es wichtig, dass die Pille regel­mäßig einmal am Tag entsprechend des Ein­nahme­plans eingenommen wird. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie dies immer so einhalten können, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Er kann Ihnen evtl. eine Pille verordnen, die bei vergessener Einnahme ein möglichst langes Zeit­fenster, das sogenannte Ein­nahme­fester, bietet, in dem die Einnahme der vergessenen Pille nachgeholt werden kann.

Wenn Sie die übliche Einnahme­zeit der Pille überschritten haben und die Einnahme der vergessenen Pille nicht rechtzeitig, wie vorgesehen, nachgeholt haben, kann die Wirk­samkeit der Pille eingeschränkt sein. Je mehr aufeinander folgende Tabletten vergessen wurden, desto höher ist das Risiko, dass der Verhütungs­schutz beeinträchtigt ist. Lesen Sie die Packungs­beilage der Pille, die Sie anwenden und nehmen Sie gegebenen­falls umgehend Kontakt zu Ihrem Arzt auf und klären ab, ob vorübergehend weitere Verhütungs­methoden neben der Pille notwendig sind und ob das Einnahme­schema der Pille angepasst werden muss.

Mehr über die jeweiligen Einnahme­fenster der verschiedenen Pillen­arten finden Sie im Pillen­vergleich unter dem Punkt „Zuverlässigkeit“.

Ich bin 18 Jahre alt und möchte noch lange verhüten. Was bedeutet das für mich?

Je nach individueller Lebens­planung kann eine (mitunter hormonelle) Verhütung über viele Jahre, sogar Jahr­zehnte, erforderlich sein.

Im Lebens­verlauf einer jeden Frau wird es unter­schiedliche Lebens­abschnitte geben. So wird in jungen Jahren, vor dem 'richtigen' festen Partner und einer abgeschlossenen Berufs­ausbildung die Verhütungs­sicherheit einen sehr hohen Stellen­wert haben. Aber auch die Annehm­barkeit für beide Partner spielt eine Rolle. Bei der späteren Familien­planung ist das Paar bestrebt die Zahl und den Zeitpunkt der Schwanger­schaften individuell zu planen. Dies wird möglich durch eine zeitweise bzw. dauerhafte Empfängnis­verhütung.

Im Verlauf des Lebens können Risiko­faktoren auftreten, die bei der Auswahl der geeigneten Verhütung zu berücksichtigen sind. Passend zu den verschiedenen Konstellationen gibt es unterschiedliche Präparate mit unterschiedlichen Wirkstoffen, sowohl hinsichtlich der Hormon­kombination als auch der Hormon­menge. Damit kann der Arzt gezielt die jeweils geeignete Verhütungs­methode für Sie als Anwenderin aussuchen. Lassen Sie sich hierzu beraten!

Mehr über die Wirk­stoffe der verschiedenen Pillen­arten finden Sie im Pillen­vergleich unter dem Punkt „Wirkstoffe“.

Ich brauche eine zuverlässige Verhütung. Wie wirksam ist der Schutz vor einer ungeplanten Schwangerschaft?

Ein Maß für die Zuver­lässigkeit einer Verhütungs­methode ist der sogenannte Pearl‐Index. Dieser gibt an, wie viele von 100 Frauen, die eine bestimmte Verhütungs­methode ein Jahr lang anwenden, innerhalb dieses Jahres trotz korrekter Anwendung der Verhütungs­methode schwanger werden. Ein Pearl‐Index von 1 bedeutet demnach, dass pro Jahr 1 von 100 Frauen trotz Verhütung schwanger wird. Je niedriger der Pearl‐Index also ist, umso zuverlässiger ist eine Verhütungs­methode.

Im Allgemeinen gelten Pillen als eine zuverlässige Verhütungs­methode. Jedoch kann eine Pille nur vor einer ungeplanten Schwanger­schaft schützen, wenn sie korrekt eingenommen wird.

Maß­nahmen, die dazu beitragen, dass die tägliche Einnahme eingehalten wird, können die Verhütungs­sicherheit erhöhen. Ein längeres Einnahme­fenster kann dazu beitragen, dass ein einmaliges Versäumnis der täglichen Pillen­einnahme nicht sofort zum Verlust der kontrazeptiven Sicherheit führt.

Ich habe Angst vor Nebenwirkungen. Wie verträglich sind Kombinations‐Pillen?

Ihr Gynäkologe hat die Möglich­keit, aus einer Reihe unter­schiedlicher Pillen eine für Sie geeignete Pille auszuwählen. Dies wird im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen unter Berück­sichtigung Ihrer Vor­geschichte und eventuell vorhandenen Risiko­faktoren entschieden.

Die meisten ernsthaften Komplikationen, die die Einnahme von Ovulations­hemmern mit sich bringen kann, gehen vom Gefäß­system aus. Im Allgemeinen bewirkt die Einnahme einer klassisch kombinierten Pille eine leichte Zunahme des Risikos, ein Blut­gerinnsel in den Gefäßen (Venen und Arterien) auszubilden. In seltenen Fällen kann ein Blut­gerinnsel Blut­gefäße verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen. Nach einem Blut­gerinnsel kommt es nicht immer zur voll­ständigen Genesung. Selten kann es zu schwer­wiegenden anhaltenden Beschwerden kommen und sehr selten können sie tödlich verlaufen. Es ist wichtig, daran zu denken, dass das Risiko eines gesundheits­schädlichen Blut­gerinnsels aufgrund der Pille insgesamt gering ist.

Die Wahr­scheinlich­keit für das Auftreten eines Blut­gerinnsels steigt mit zunehmendem Alter an. Zahlreiche weitere Faktoren, allem voran Rauchen oder Gerinnungs­störungen, können dies ebenfalls erhöhen.

Mögliche Neben­wirkungen, die bei Einnahme der klassischen kombinierten Pille eintreten können, sind beispielsweise Übelkeit, Gewichts­zunahme, Brust­schmerzen, Stimmungs­schwankungen oder ein vermindertes sexuelles Verlangen.

Lassen Sie sich bezüglich möglicher, individueller Risiko­faktoren von Ihrem Frauen­arzt beraten. Weitere Informationen zu Risiken im Zusammen­hang mit der Einnahme einer Pille finden Sie in der jeweiligen Packungs­beilage.

Ich möchte mit körpernahen Hormonen verhüten. Welche Möglichkeiten gibt es?

Hormone sind ein natürlicher Bestand­teil unseres Körpers. Jedes Hormon erfüllt dabei seine eigene Aufgabe. Wichtige Hormone im weiblichen Zyklus sind die Östrogene und Gestagene.

Bislang waren die Haupt‐Komponenten von kombinierten, oralen Verhütungs­präparaten Östrogene, die nicht natürlich vorkommen. Seit einigen Jahren sind jedoch außerdem Pillen verfügbar, die Östrogene enthalten, die auch in der Natur vorkommen.

Der Wunsch, mit körpernahen Hormonen zu verhüten, kann von den Gynäkologen bei der Verordnung Ihrer Pille berücksichtigt werden.

Mehr über Verhütungs­pillen mit körpernahen Hormon­kombinationen finden Sie hier im Pillen­vergleich.

Schützt mich die Pille auch vor Geschlechtskrankheiten?

Die Pille schützt aus­schließlich vor einer un­gewünsch­ten Schwanger­schaft. Sie stellt aber keinen Schutz vor Geschlechts­krankheiten wie etwa HIV oder anderen Infektions­krankheiten dar. Um eine Infektion mit sexuell übertrag­baren Krankheiten zu vermeiden, ist die zusätzliche Anwendung eines Kondoms notwendig.

Worauf muss ich bei der Einnahme der Pille achten?

Kombinierte hormonelle Verhütungs­mittel bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blut­gerinnsel in den Venen und Arterien, ins­besondere im ersten Jahr der Anwendung oder nach Wieder­aufnahme der Anwendung eines kombinierten hormonellen Kontrazeptivums nach einer mindestens 4‐wöchigen Unter­brechung. Seien Sie bitte aufmerksam und wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie vermuten, Symptome eines Blut­gerinnsels zu haben. Die Anzeichen finden Sie in der jeweiligen Gebrauchs­information ausführlich geschildert – bitte lesen Sie sie sorgfältig durch.

Bei erstmaliger Anwendung ohne vorherige hormonelle Verhütung sollte mit der Einnahme der Pille am ersten Tag der Regel­blutung begonnen werden. Der Empfängnis­schutz besteht dann ab dem ersten Einnahme­tag.

Probleme mit der Verhütungs­sicherheit können bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medika­mente auftreten. Informieren Sie daher jeden Arzt, der Ihnen ein Arznei­mittel verschreibt, dass Sie die Pille anwenden. Diese können Ihnen auch sagen, ob Sie zusätzliche Mittel zur Empfängnis­verhütung (Barriere­methode) anwenden müssen und, falls ja, wie lange.

Auch Magen‐ und Darm­probleme wie Durchfall und Erbrechen können den Empfängnis­schutz gefährden und eine zusätzliche Verhütung erforderlich machen.

Weitere wichtige Informationen zu diesem Thema finden Sie in der jeweiligen Gebrauchs­information.

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Bei weiteren Fragen können Sie sich an das MSD Infocenter unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 673 673 673 wenden.

Unsere Servicezeiten sind Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr.
Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr.

Oder Sie senden uns eine E‐Mail an infocenter@msd.de.

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